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Saturday, January 20, 2018

Vortrag über die Welt der Namen mit dem Professor Konrad Kunze

Badische Bauern Zeitung

„Weil hinter Namen Geschichten stecken”

Von Sabine Köllner
Namensforschung scheint auf den ersten Blick eine trockene Angelegenheit zu sein, meint man. Doch wer einen Vortrag über die Welt der Namen mit dem pensionierten Literatur- und Sprachwissenschaftler Professor Konrad Kunze erlebt, taucht in eine überaus spannende Welt ein.

Kennen Sie die  Sagen vom Toten Mann (Gipfel) oder die Namenswitze von Yach und Ibach? Warum hat der Feldberg einen deutschen Namen, der Belchen aber einen keltischen? Und wieso gibt es einen „Schweinetummelplatz”, wo doch jeder Schwarzwälder von der Saumatte spricht. Auf seine erfrischende und humorvolle Art weiß Namensforscher Konrad Kunze die Hintergründe, die zu einem Namen beziehungsweise zu einer Flurbezeichnung geführt haben.

Der gebürtige Neustädter lehrte bis zu seiner Pensionierung 2004 an der Universität Freiburg. Seine Hauptforschungsgebiete waren deutsche und lateinische Literatur des Mittelalters, Legenden- und Heiligenforschung, Ikonographie, Sprachgeschichte, Dialektologie und Namenforschung. Mit der Pensionierung ist er in die Welt der Namenskunde vorgedrungen.

Um sich seinen schier unerschöpflichen Wissenschatz über Jahrzehnte zu erarbeiten, wälzte er viele dicke Bücher, darunter auch das gute alte Telefonbuch, und bemühte das Internet, um die Ursprünge und Verbreitung von Familiennamen zu erforschen. 2009 veröffentlichte er als Mitherausgeber den ersten Band des Deutschen Familienatlasses, der die Verbreitung verschiedener Namen in Deutschland illustriert. 2017 wurde der letzte der sechs Bände gedruckt.
 
Der Vortrag am 30. Januar im Haus der Bauern (Merzhauser Str. 111, 79100 Freiburg) beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr.

Friday, April 22, 2016

Fünfter Band des Deutschen Familiennamenatlas erschienen

http://www.uni-mainz.de/presse/75150.php

Dillschneider, Sägemüller und Fiedler: Familiennamen nach Beruf und persönlichen Merkmalen

                   
                                           
Der fünfte Band des Deutschen Familiennamenatlas (DFA) zur Gruppe der Berufs- und Übernamen liegt vor. Der neue Band behandelt die Entstehungsmotivation der Namen durch den Beruf und durch persönliche Merkmale wie beispielsweise die körperliche Erscheinung eines Menschen. Während andere Bände die Bildung von Familiennamen anhand anderer Namen, zum Beispiel anhand von Rufnamen oder Städtenamen, zum Thema haben, beruhen die Familiennamen im fünften Band nicht auf Namen, sondern ausschließlich auf Substantiven, Adjektiven oder Verben, wie sie in der gesprochenen Sprache des späten Mittelalters in Gebrauch waren. Damit stellt der Band ein neues Grundlagenwerk für die Sprachgeschichte dar.
                   
"Mit über 1.000 Seiten ist dies unser dickster und wahrscheinlich auch attraktivster Band, der am meisten über die Wortgeographie der Berufsbezeichnungen aussagt", erklärt Univ.-Prof. Dr. Damaris Nübling vom Deutschen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Der erste Teil des vorliegenden Bandes gilt Namen, die durch Beruf, Stand oder Amt motiviert sind. "Fiedler" beispielsweise geht auf die Bezeichnung eines Geigenspielers im Norden Deutschlands zurück, im Süden ist der Name "Geiger" verbreitet. Ob jemand "Bäcker" oder "Beck", "Pfister" oder "Pistor" heißt, lässt sich ebenso regional vergleichen wie "Sägemüller" oder "Schreiner" und "Gockel" oder "Gögel". Viele Bezeichnungen finden sich für Spezialbäcker, etwa "Semmler", "Mutschler", "Lebküchler" oder auch "Schlotterbeck". "Insgesamt lässt sich sagen, dass die 14 häufigsten Familiennamen in Deutschland allesamt Familiennamen aus Berufsbezeichnungen sind", erläutert Projektmitarbeiterin Dr. Kathrin Dräger.
                   
Der zweite Teil des fünften Bandes behandelt Namen, die durch körperliche, charakterliche oder biographische Merkmale motiviert sind: "Klein" und "Groß" gehören zu den häufigsten Namen, andere wie "Weiß", "Roth" oder "Kraus" gehen auf Haarfarbe oder Haarbeschaffenheit zurück. Bestimmte Verhaltensweisen führten zu Namen wie "Still" oder "Stille", jemand, der viel zu sich nimmt, wurde "Schlemmer" genannt. "Die Palette dieser Übernamen ist außerordentlich vielfältig, weil viele unterschiedliche Merkmale eingehen vom Körperumfang über die Gangart bis zu Trink- oder Schlafgewohnheiten", so Dräger.
                   
419 Karten zeigen, wie die häufigsten Namen regional verteilt sind. Dabei ging es den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nicht darum, die Verbreitung einzelner Namen festzuhalten, sondern sie im Spektrum ihrer Varianten – "Diller" und "Dillschneider" etwa – darzustellen und sie ins Umfeld konkurrierender Namen einzubetten.
                   
Der Atlas entsteht als Kooperationsprojekt der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Prof. Dr. Konrad Kunze, Prof. Dr. Peter Auer) und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Prof. Dr. Damaris Nübling) und wurde ab 2005 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Er bietet nicht nur der Namenforschung ein neues Fundament, indem er den Bestand und die Verbreitung der Familiennamen in der Bundesrepublik Deutschland auf dem Stand von 2005 festhält. Auch anderen Disziplinen von der Sozialgeschichte über die Siedlungs- und Migrationsforschung bis zur Genetik steht damit ein unverzichtbares hilfswissenschaftliches Instrument bereit. Trotz zahlreicher Flucht- und Wanderbewegungen in den vergangenen Jahrhunderten und trotz der modernen Mobilität sind die geschichtlich gewachsenen Namenlandschaften erstaunlich stabil geblieben.
                   
Ursprünglich war der Deutsche Familiennamenatlas mit vier Bänden konzipiert. Die Datengrundlage erwies sich jedoch als so umfangreich, dass das Projekt nun auf sechs Bände plus einem Registerband ausgelegt wird. Der sechste Band zur Bildung von Familiennamen aus Rufnamen ist in Bearbeitung und wird voraussichtlich 2017 erscheinen.

Sunday, October 6, 2013

"Linde" ist Deutschlands beliebtester Gaststättenname

Von Engeln und Ochsen. Entstehung und Verbreitung unserer Gasthausnamen

Am Dienstag, 12.11.2013 um 18:00 Uhr 

ReserviX Saalplanbuchung Mediathek

Hauptstraße 12, 77704 Oberkirch 

Prof. Dr. Konrad Kunze, Freiburg im Breisgau



Von Engeln und Ochsen. Entstehung und Verbreitung unserer Gasthausnamen

Im Mittelalter war es üblich, Häuser mit Namen zu benennen. Dieser Brauch ist durch die heutigen Hausnummern abgelöst worden, blieb bei Apotheken und
Gaststätten jedoch erhalten.
Der Vortrag wird in leicht verständlicher und sehr unterhaltsamer Weise aufzeigen, dass die Gasthausnamen kulturgeschichtlich äußerst aufschlussreich sind. Warum gibt es zum Beispiel Gasthäuser Zum Raben, aber nicht Zur Amsel? Gehen
viele Gasthausnamen tatsächlich auf die Bibel zurück? Welches ist der häufigste Gasthausname in Deutschland oder in der Schweiz? Wo verläuft die Grenze zwischen Hirschen und Hirsch?
Zur Beantwortung solcher Fragen wird die landschaftliche Verbreitung vieler Gasthausnamen auf eindruckvollen Karten vorgeführt.

Der Referent zählt zu den bekanntesten deutschen Namensforschern.

Mit der Veranstaltung setzen das Stadtarchiv und die Mitgliedsgruppe Oberkirch des Historischen Vereins ihre Vortragsreihe fort.

Ermäßigungen, sofern verfügbar, gelten für Schüler, Studenten und Schwerbehinderte gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises.

Der Ausweis ist am Einlass unaufgefordert vorzuzeigen.

Ticketpreise ab 5,00 € und Ermäßigungen


http://www.reservix.de/tickets-prof-dr-konrad-kunze-von-engeln-und-ochsen-entstehung-und-verbreitung-unserer-gasthausnamen-in-oberkirch-mediathek-am-12-11-2013/e362724


Wednesday, October 2, 2013

Petersen, Weihenstephan, San Pellegrino: Heiligenverehrung und Namengebung

repost from http://www.namenforschung.net/tagungen/heiligenverehrung-und-namengebung.html 


Festkolloquium für Prof. Dr. Konrad Kunze zum 75. Geburtstag

Am 16. Mai 2014 findet an der Universität Freiburg ein Festkolloquium zum 75. Geburtstag von Prof. Dr. Konrad Kunze statt. Der Jubilar hat sich einerseits als Mediaevist intensiv mit der Heiligen- und Legendenforschung befasst, andererseits als Linguist mit der Namenforschung.


Namen von Heiligen sind vom Mittelalter bis in die Gegenwart zahlreich in alle Bereiche der Namengebung eingeflossen. Die Namengeber wählten den Namen eines bestimmten Heiligen, um diesen zu verehren oder die benannten Personen, Orte, Institutionen usw. in den Schutz des Heiligen zu stellen. Einmal ins sprachliche Inventar eingegangen, wurden und werden die Heiligennamen auch weiterverwendet, ohne einen direkten Bezug zum jeweiligen Heiligen herzustellen. In den verschiedenen Namenarten sind Heiligennamen in sehr unterschiedlichem Maß, teilweise aber noch überhaupt nicht erforscht. Das Kolloquium möchte – erstmals – die Reflexe der Heiligenverehrung übergreifend in verschiedenen Bereichen der Onomastik beleuchten und damit neue Impulse kulturgeschichtlicher Forschung liefern.

Anmeldung bis spätestens 31. Januar 2014 bei Fabian Fahlbusch.

Organisation: Kathrin Dräger, Fabian Fahlbusch, Damaris Nübling, Johannes Schwitalla