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Thursday, January 24, 2019

Kazakhstan suggests changing country’s name to Kazakh Republic?

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by Almaz Kumenov Jan 24, 2019


The flag is agreed on, but what about the name?



A member of parliament in Kazakhstan has dusted off a recurrent old favorite, proposing that the country’s name be changed — to Kazakh Republic. 

Speaking on January 23, Azat Peruashev, leader of the government-approved astroturf opposition party Ak-Zhol, said that the name-change would be a suitable way to mark the 100th anniversary of the creation in 1920 of a Kazakh republic with the Soviet Union.  

“We need to call things by their name: black is black and white is white. And Kazakhs are Kazakhs,” he said.

Peruashev said that the new name would “restore historic justice” and “boost unity and amity among all ethnicities.” His strongest argument appeared to be that President Nursultan Nazarbayev is already on record as having made similar suggestions. 

In February 2014, Nazarbayev floated the idea of ditching the -stan and renaming the country Kazak Eli, or Kazakh People. The implication often aired is that the -stan ending, which is derived from a Persian root and means land, leads many outsiders to lump nations like Kazakhstan with perceived hotspots like Afghanistan and Pakistan.

“The ending of our country’s name is -stan, like the other countries in Central Asia. At the same time, many foreigners are drawn to Mongolia, a country of just two million people whose country does not have the -stan ending,” Nazarbayev said.  

Opponents of the idea grumbled that the country had far more pressing matters to deal with. 

The experience of neighboring Kyrgyzstan is potentially useful precedent. Rebranding efforts there in 1993 led to authorities officially adopting the title of the Kyrgyz Republic, which is the country’s correct formal name. This does not sit will with some, however, who feel that the name has baked in an exceptional status for the ethnic Kyrgyz majority at the expense of large but often marginalized minorities, like the Uzbek community. Public talk of reverting to Kyrgyzstan as a way of soothing interethnic tensions has never been granted serious consideration.

As far as Kazakhstan goes, were any name-changing to occur, it could form part of an evolving exercise in asserting ever-stronger Kazakh national identity and, accordingly, shedding the abiding cultural and political legacies of Soviet and Russian imperial rule.

In October 2017, Nazarbayev adopted a decree approving the Kazakh language’s transition away from the Cyrillic alphabet to the Latin alphabet by 2025. This too constituted a reversal to what happened between 1929 and 1940, when Soviet authorities abolished the use of the Arabic script for Kazakh in favor of more secular Latin writing. Cyrillic was only adopted after 1940.

All this has not gone unnoticed by Russia, where chauvinist-inclined commentators have interpreted the shedding of Cyrillic as a hostile anti-Muscovite move. This kind of crypto-irredentist talk is on a semi-regular basis given air in Kremlin-friendly media. 

One Russian newspaper, daily tabloid Komsomolskaya Pravda, has already come out against Peruashev’s proposal, suggesting that he might be laying the ground for ethnic tension.

“It is exactly with this sort of talk that many inter-ethnic conflicts began in the post-Soviet space. When Moldavia became Moldova, when Tajikistan became Tojikiston, when Chechnya became Ichkeria, and Yugoslavia became a cluster of warring micro-states,” the newspaper opined.

Almaz Kumenov is an Almaty-based journalist.

Saturday, April 23, 2016

Namensänderung: Tschechien künftig auch ohne Republik

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/namensaenderung-tschechien-kuenftig-auch-ohne-republik-14178361.html

Die Tschechische Republik hadert mit ihrem Namen. Als „Chicken Republic“ bezeichnet und mit Tschetschenien verwechselt, hat man sich jetzt auf einen zweiten Namen geeinigt. Zufrieden sind damit noch längst nicht alle.

                                        von , Wien        


Themenpaket Wechsel der EU-Ratspräsidentschaft - Prag

                                                     
Der tschechische Präsident lud die Spitzen der Koalition in die Prager Burg, um den Vorschlag zu diskutieren.

Ein Vierteljahrhundert lang debattierten tschechische Politiker, Historiker und Intellektuelle darüber, ob es nicht eine prägnantere Bezeichnung für ihren Staat gäbe als „Česká Republika“ (Tschechische Republik). Eine alle zufriedenstellende Einigung gibt es bis heute nicht, aber jetzt steht immerhin fest, dass „Česko“ (Tschechien) der künftig zweite offizielle Staatsname ist.
                                                    
Ein entsprechender Vorschlag des sozialdemokratischen Außenministers Lubomír Zaorálek harrte am Donnerstag nur noch der Genehmigung durch die höchsten Repräsentanten des Staates, die Präsident Miloš Zeman am Nachmittag in seinen Amtssitz auf der Prager Burg geladen hatte. Es bestand kein Zweifel darüber, dass der Präsident, der Ministerpräsident, der Verteidigungsminister und die Vorsitzenden der beiden Häuser des Parlaments damit einverstanden sein würden, die Vereinten Nationen in einem Brief vom Wunsch der Tschechischen Republik in Kenntnis zu setzen, „Česko“, Englisch: „Czechia“, als Zweitnamen in den offiziellen UN-Sprachen (Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch) zu verwenden.


Zu den Pionieren in der Verwendung des Kurznamens zählt Präsident Zeman, der ihn erstmals schon vor drei Jahren während eines Staatsbesuches in Israel verwendete. „Czechia“ sei besser als der umständlichere und „unfreundliche“ lange Staatsnamen, sagte Zeman damals.

Entgegen einem gelegentlich kolportierten Missverständnis ist nicht „Česko„das tschechische Wort für Böhmen, dafür steht das Pluralwort „Čechy“. Bei „Česko“ handelt sich dennoch nicht um eine Wortneuschöpfung, denn der Begriff fand bereits Mitte des 19. Jahrhundert Eingang in die tschechische Sprache und geriet erst später in Vergessenheit. Der Historiker und Politiker František Palacký verwendete ihn für die tschechisch besiedelten Gebiete Böhmens, als er auf dem Kremsier Reichstag (1848/49) eine Föderalisierung der Habsburgermonarchie nach streng ethnischen Kriterien vorschlug.

Der von Hitler genutzte Begriff „Tschechei“ bleibt verpönt

Es waren weniger historische, als pragmatische Überlegungen, die Zaorálek zu seiner Initiative veranlassten. Es sei nicht gut für ein Land, wenn es keine klar definierten Symbole hat oder nicht einmal klar sagt, wie es heißt, sagte der Außenminister. Der kurze Name erleichtere es, das Land und seine Produkte international zu vermarkten. Auf seinen Reisen habe er außerdem feststellen müssen, dass „Czech Republic“ gelegentlich „verstümmelt“ werde. Um welche Verstümmelungen es sich dabei handelte, sagte Zaorálek nicht. Ein tschechischer Diplomat sagte dieser Zeitung einmal, nicht nur die Verwechslung mit Tschetschenien („Chechen Republic“) liege nahe, er habe sogar schon einmal „Chicken Republic“ hören müssen.

Damit ist es nun vorbei. Fest steht, dass der abwertend empfundene deutsche Begriff „Tschechei“, der die Tschechen an Hitler erinnert, verpönt bleibt. Auf deutsch heißt „Česko“ nur „Tschechien“, ein Begriff, der sich in deutschen und österreichischen Medien bereits weitgehend durchgesetzt hat, aber eben nicht offiziell war.

Kritik an der Namensgebung gab es nicht nur seitens der Opposition, sondern auch in der Regierung. Finanzminister Andrej Babiš, der Nationalität nach Slowake, äußerte die Befürchtung, dass sich „Czechia“ international kaum durchsetzen dürfte. Der christlich-demokratische Kulturminister Daniel Herman sagte, der kurze Name klinge nicht gut, aber ihm falle auch kein besserer ein. Strikt dagegen sprach sich der frühere Außenminister Karel Schwarzenberg aus. Er plädierte für „Bohemia“ und berief sich dabei auf eine jahrhundertealte Geschichte. Böhmen allerdings, die Heimat von Tschechen und Deutschen, ist mit der Vertreibung der Deutschen nach dem Krieg untergegangen. Geblieben ist „Česko“, der tschechisch besiedelte Landesteil, der sich auf das ganze Land ausdehnte.