Botolv Helleland & Erlend Trones
ISBN 9788245036701 | 2026 | Hardback | Nynorsk
Nynorsk
Botolv Helleland & Erlend Trones
ISBN 9788245036701 | 2026 | Innbundet | Nynorsk
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12. Tagung des Arbeitskreises für bayerisch-österreichische Namenforschung (ABÖN)
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| KI-generiertes Poster als Illustration |
Vom 23. bis 24. April 2026 lädt der Arbeitskreis für bayerisch-österreichische Namenforschung (ABÖN) zur seiner 12. Tagung ins renommierte Adalbert-Stifter-Institut in Linz ein. Unter dem Motto „Namen in Bayern und Österreich und bei ihren Nachbarn" versammeln sich führende Onomastiker aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und darüber hinaus, um aktuelle Forschungsprojekte vorzustellen, methodische Fragen zu diskutieren und die Zukunft der Namenforschung zu gestalten.
Die zweitägige Konferenz bietet ein dichtes Programm mit 23 Vorträgen, die das gesamte Spektrum der modernen Onomastik abdecken: von historischen Ortsnamenbüchern über Familiennamenatlanten bis hin zu soziolinguistischen Fragen der Namenstandardisierung in mehrsprachigen Regionen.
Nach der Begrüßung um 9:00 Uhr startet die Tagung mit einer wichtigen Vorstellung:
09:15–10:00 Uhr
Barbara Aehnlich (Bremen), Elisabeth Gruber-Tokić (Innsbruck), Martina Heer (Bern) und Gerhard Rampl (Innsbruck) präsentieren die Gesellschaft für Namenforschung e.V. (GfN) – die zentrale wissenschaftliche Organisation für Onomastik im deutschsprachigen Raum. Diese Präsentation gibt einen Überblick über Strukturen, Aktivitäten und Perspektiven der GfN.
10:00–10:30 Uhr
Stefan Hackl (München) widmet sich einem hochaktuellen Thema: „Im Namen der Wissenschaft: Onomastik in Bayern im Spiegel von Öffentlichkeit, Medien und Digitalisierung". Wie erreicht die Namenforschung die breite Öffentlichkeit? Welche Rolle spielen digitale Medien? Hackls Vortrag verspricht einen kritischen Blick auf die Wissenschaftskommunikation in der Onomastik.
10:30–11:00 Uhr
Dietlind Kremer (Leipzig) blickt auf 50 Jahre Namenberatungsstelle der Universität Leipzig zurück (1976–2026). Ihr Vortrag „Die Aufgaben der Namenberatungsstelle der Universität Leipzig als Spiegelbild gesellschaftlicher Veränderungen: Vergangenes und Laufendes" zeigt, wie sich Anfragen, Probleme und Beratungsbedarf im Laufe eines halben Jahrhunderts verändert haben – von der DDR über die Wiedervereinigung bis in die Gegenwart.
Kaffeepause 11:00–11:30 Uhr
11:30–12:00 Uhr
Dieter Kremer (Leipzig, Trier) stellt den Abschluss eines monumentalen Forschungsprojekts vor: das „Dictionnaire historique de l'anthroponymie romane" (PatRom) – ein europäisches Großprojekt zur historischen Personennamenforschung im romanischen Sprachraum. Nach jahrzehntelanger Arbeit wird hier ein Meilenstein der vergleichenden Anthroponymie präsentiert.
12:00–12:30 Uhr
Harald Bichlmeier (Halle, Jena) präsentiert das „Historische Ortsnamenbuch von Thüringen". Diese Projektvorstellung gibt Einblick in Methodik, erste Ergebnisse und die Herausforderungen eines vollständigen historischen Ortsnamenbuchs für ein ganzes Bundesland.
12:30–13:00 Uhr
Inge Bily (Leipzig) berichtet über die Fortsetzung des „Atlasses altsorbischer Ortsnamentypen" – ein wichtiges Projekt zur slawischen Namenforschung im mitteldeutschen Raum, das die historische Mehrsprachigkeit Deutschlands dokumentiert.
Mittagspause 13:00–14:00 Uhr (Essen im Haus)
14:00–14:30 Uhr
Albrecht Greule (Mainz) untersucht „Von der Aelia Augusta zu Augsburg und von den Fotenses zu Füssen. Toponymische Transformation in der alemannischen Nachbarschaft". Wie wurden römische Ortsnamen zu deutschen? Greules Vortrag beleuchtet die faszinierenden Transformationsprozesse in der alemannisch-bayerischen Grenzregion.
14:30–15:00 Uhr
Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein (München) widmet sich einem thematischen Schwerpunkt: „Das Rind in bayerischen Ortsnamen". Welche Rolle spielten Rinder in der Namensgebung? Ein Einblick in die Kulturgeschichte durch die Linse der Toponymie.
15:00–15:30 Uhr
Marie Böckeler (Augsburg) stellt das „Historische Ortsnamenbuch von Bayern – Altlandkreis Memmingen" vor. Diese regionalen Ortsnamenbücher sind das Rückgrat der bayerischen Namenforschung und dokumentieren minutiös die Namengeschichte einzelner Landkreise.
Kaffeepause 15:30–16:00 Uhr
16:00–16:30 Uhr
Rüdiger Harnisch (Passau) liefert einen theoretischen Beitrag: „Von Gattungs- zu Eigenname, von Eigen- zu Gattungsname und von Eigenname A zu Eigenname B. Zur Systematisierung und Terminologisierung direkter onymischer Umwandlungsprozesse". Harnischs Vortrag verspricht begriffliche Klärung eines zentralen onomastischen Phänomens – wie Namen ihre Kategorie wechseln.
16:30–17:00 Uhr
Wolfgang Janka (Regensburg) und Andrea Weber (Freyung) präsentieren „Historische Ortsnamen von Bayern: Regierungsbezirk Unterfranken" – ein weiteres wichtiges Teilprojekt des bayerischen Ortsnamenbuchs.
17:00–17:30 Uhr
Armin Höfer (Augsburg) behandelt ein praktisches Problem: „Ausgewählte Mundartformen von Ortsnamen und ihre Verschriftung: Beobachtungen und Erkenntnisse beim Projekt ‚Mundartformen' der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der BAdW sowie im Rahmen der Arbeit am HONB". Wie schreibt man dialektale Ortsnamen? Höfer teilt seine Erfahrungen aus jahrelanger Arbeit.
Abendpause 17:30–18:30 Uhr
19:00–20:00 Uhr
Karl Hohensinner (Linz) präsentiert sein neues Werk: „Aichinger – Haslinger – Zeilinger. Atlas der Familiennamen auf -inger in Oberösterreich". Diese Buchvorstellung verspricht Einblicke in die Familiennamenlandschaft Oberösterreichs und die charakteristische -inger-Bildung.
Ab 20:00 Uhr: Gemütliches Abendessen – Gelegenheit zum informellen Austausch und Networking.
09:00–09:30 Uhr
Peter Ernst (Wien) eröffnet mit einem provokanten Thema: „Namen als Beleidigungswörter in der Politik". Wie werden Personennamen zur politischen Waffe? Ein soziolinguistischer Blick auf die pragmatische Funktion von Namen in der politischen Kommunikation.
09:30–10:00 Uhr
Florian Steindl (Wien) untersucht „Österreichische Familiennamen auf -schütz" – eine spezifische Namengruppe mit interessanter historischer und sozialer Semantik.
10:00–10:30 Uhr
Regina Falkensteiner (Wien) präsentiert „Die glazionyme Namenlandschaft der österreichischen amtlichen Kartographie". Gletschernamen als eigene onymische Kategorie – ein hochaktuelles Thema angesichts des Gletscherschwunds durch den Klimawandel.
Kaffeepause 10:30–11:00 Uhr
11:00–11:30 Uhr
Gerhard Schwentner (Linz) stellt „Der Historische Atlas des Innviertels – ein vollständiger bayerisch-oberösterreichischer Ortsnamenkatalog" vor. Das Innviertel als historisches Grenzgebiet zwischen Bayern und Österreich bietet besonders reiche onomastische Forschungsmöglichkeiten.
11:30–12:00 Uhr
Irene Rettig (Luzern) gibt praktische Einblicke: „Gesprächsführung mit Gewährspersonen: Ein Einblick in die Praxis der Orts- und Flurnamenerhebungen des Luzerner Namenbuches". Wie führt man Interviews mit Dialektsprechern? Welche methodischen Herausforderungen gibt es? Ein wichtiger Beitrag zur Feldforschungsmethodik.
12:00–12:30 Uhr
Marina Andrazashvili (Tbilissi/Tiflis) präsentiert das „Wörterbuch der Toponyme Deutschlands – neue Anforderungen, neue Gestalt". Ein Blick auf die Weiterentwicklung dieses Standardwerks der deutschen Toponymie aus georgischer Perspektive.
Mittagspause 12:30–13:30 Uhr (Essen im Haus)
13:30–14:00 Uhr
Jutta Willmann (Wien) analysiert „Onomastische Charakteristika als Spiegel der ‚diffusen Ethnizität', dargestellt an der Sprachinsel Tischelwang". Wie spiegeln sich komplexe ethnische Identitäten in Namenlandschaften wider?
14:00–14:30 Uhr
Kitti Hauber (Budapest) untersucht „Oberdeutsche Namenlandschaften im 18. Jahrhundert im Karpatenbecken" – ein Beitrag zur Geschichte deutscher Siedlungen in Ungarn aus onomastischer Perspektive.
14:30–15:00 Uhr
Florian Jordan und Vinko Wieser (Klagenfurt/Celovec) präsentieren die „Köttmannsdorfer Namenslandschaft am Beispiel von fünf Dörfern" – eine mikroregionale Studie aus dem zweisprachigen Kärnten.
Kaffeepause 15:00–15:30 Uhr
15:30–16:00 Uhr
Martina Piko-Rustia (Klagenfurt/Celovec) behandelt ein politisch brisantes Thema: „Standardisierung von slowenischen geographischen Namen in Kärnten und der Steiermark". Wie werden mehrsprachige Ortsnamen amtlich geregelt? Ein Einblick in die Sprachpolitik der Namengebung.
16:00–16:30 Uhr
Emanuel Klotz (Heidelberg) untersucht „Lopata – Die Schaufel als Geländemetapher in slawischen Ortsnamen". Wie werden Geländeformen metaphorisch in slawischen Ortsnamen ausgedrückt? Ein vergleichender Blick auf slawische Toponymie.
16:30–17:00 Uhr
Karl Hohensinner (Linz) schließt die Tagung mit „Stifter – Štifter – Lhotský. Gemeinsame Familiennamensemantik in Oberösterreich, Böhmen und Bayern" – ein grenzüberschreitender Blick auf gemeinsame Namentraditionen im bayerisch-böhmisch-österreichischen Raum.
17:00 Uhr: Verabschiedung
Gleich mehrere Vorträge widmen sich regionalen und überregionalen Ortsnamenbüchern:
Diese Projekte bilden das Rückgrat der germanischen Toponyme-Forschung und ermöglichen erst vergleichende und überregionale Studien.
Die Familiennamenforschung ist stark vertreten:
Besonders stark ist das Thema mehrsprachige Namenlandschaften:
Diese Vorträge zeigen die historische und gegenwärtige Mehrsprachigkeit des Untersuchungsraums.
Auch methodische Fragen werden diskutiert:
Die Tagung reflektiert auch die institutionelle Basis der Namenforschung:
Einige Vorträge setzen besondere Akzente:
Der ABÖN vereint Forscherinnen und Forscher aus Bayern, Österreich, der Schweiz, Deutschland und darüber hinaus (Georgien, Ungarn). Die gemeinsame Untersuchung des bayerisch-österreichischen Raums und seiner Nachbarn ermöglicht:
✓ Vergleichende Studien über politische Grenzen hinweg
✓ Erkennung überregionaler Namenstrukturen
✓ Gemeinsame methodische Standards
✓ Austausch über unterschiedliche institutionelle Rahmenbedingungen
Mehrere Projekte dokumentieren verschwindende oder bedrohte Namentraditionen:
Diese Arbeit hat nicht nur wissenschaftlichen, sondern auch kulturpolitischen und bewahrenden Wert.
Die Tagung verbindet:
Diese Integration macht die Relevanz onomastischer Forschung deutlich.
Veranstaltungsort:
Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich
Stifterstraße 2
4020 Linz, Österreich
Datum:
Donnerstag, 23. April 2026 (9:00–20:00 Uhr+)
Freitag, 24. April 2026 (9:00–17:00 Uhr)
Verpflegung:
Mittagessen im Haus (beide Tage)
Kaffeepausen am Vor- und Nachmittag
Abendessen am Donnerstag (ab 20:00 Uhr)
Besondere Programmpunkte:
Kontakt und weitere Informationen:
Adalbert-Stifter-Institut Linz
Die Tagung ist das zentrale Treffen für bayerisch-österreichische Namenforschung – ein Muss für alle, die in diesem Bereich arbeiten.
Hervorragende Gelegenheit, aktuelle Forschungsprojekte kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.
Viele Vorträge berühren dialektologische Fragen (Mundartformen, Feldforschung).
Ortsnamen sind historische Quellen ersten Ranges – die Tagung zeigt, wie sie erschlossen werden.
Die Vorträge zu Minderheitennamen und Namenstandardisierung sind hochrelevant für sprachpolitische Debatten.
Namen erzählen Geschichten – von römischen Städten, mittelalterlichen Siedlungen, Tierhaltung, Migration, Mehrsprachigkeit.
Die 12. ABÖN-Tagung dokumentiert den lebendigen Zustand der bayerisch-österreichischen Namenforschung. Die Vielfalt der Themen – von römischer Toponymie über mittelalterliche Familiennamen bis zu gegenwärtigen Standardisierungsfragen – zeigt, dass Onomastik eine Querschnittsdisziplin ist, die Linguistik, Geschichte, Geographie, Soziologie und Kulturwissenschaft verbindet.
Die grenzüberschreitende Perspektive ist dabei nicht nur geographisch gemeint: Es geht auch um die Grenzen zwischen Disziplinen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Grundlagenforschung und gesellschaftlicher Relevanz.
Wir freuen uns auf zwei intensive Tage wissenschaftlichen Austauschs im wunderschönen Linz!
Stand: 26. Februar 2026
From April 23 to 24, 2026, the Working Group for Bavarian-Austrian Name Research (ABÖN) invites scholars to its 12th conference at the renowned Adalbert Stifter Institute in Linz, Austria. Under the theme "Names in Bavaria and Austria and Their Neighbors," leading onomasticians from throughout the German-speaking world and beyond will gather to present current research projects, discuss methodological questions, and shape the future of name research.
The two-day conference offers a packed program with 23 presentations covering the full spectrum of modern onomastics: from historical place-name dictionaries and surname atlases to sociolinguistic questions of name standardization in multilingual regions.
Morning Session: Institutions, Public Engagement, and European Major Projects
The conference opens with an important institutional presentation by Barbara Aehnlich (Bremen), Elisabeth Gruber-Tokić (Innsbruck), Martina Heer (Bern), and Gerhard Rampl (Innsbruck) introducing the Society for Name Research (GfN) – the central scholarly organization for onomastics in German-speaking countries.
Stefan Hackl (Munich) addresses a highly topical issue: "In the Name of Science: Onomastics in Bavaria Through the Lens of Public Sphere, Media, and Digitalization." How does name research reach the general public? What role do digital media play?
Dietlind Kremer (Leipzig) looks back on 50 years of the Name Consultation Office at Leipzig University (1976–2026), showing how inquiries, problems, and consultation needs have changed over half a century – from the GDR through reunification to the present.
Dieter Kremer (Leipzig, Trier) presents the completion of a monumental research project: the "Dictionnaire historique de l'anthroponymie romane" (PatRom) – a European major project on historical personal name research in the Romance language area.
Harald Bichlmeier (Halle, Jena) introduces the "Historical Place-Name Dictionary of Thuringia," while Inge Bily (Leipzig) reports on the continuation of the "Atlas of Old Sorbian Place-Name Types" – an important project documenting Germany's historical multilingualism.
Afternoon Session: Bavarian Toponyms and Onymic Transformation
Albrecht Greule (Mainz) examines toponymic transformation processes from Roman to German names in the Alemannic-Bavarian border region. Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein (Munich) explores cattle in Bavarian place names – a glimpse into cultural history through the lens of toponymy.
Marie Böckeler (Augsburg) presents work on the Historical Place-Name Dictionary of Bavaria – Memmingen District, while Rüdiger Harnisch (Passau) offers a theoretical contribution on the systematization of onymic transformation processes.
Wolfgang Janka (Regensburg) and Andrea Weber (Freyung) present historical place names of Lower Franconia, and Armin Höfer (Augsburg) discusses the practical problem of transcribing dialectal place names.
Evening: Book Launch
Karl Hohensinner (Linz) presents his new work: "Aichinger – Haslinger – Zeilinger. Atlas of Family Names Ending in -inger in Upper Austria," followed by a convivial dinner.
Morning Session: From Politics to Glacier Names
Peter Ernst (Vienna) opens with a provocative topic: "Names as Insult Words in Politics" – a sociolinguistic look at the pragmatic function of names in political communication.
Florian Steindl (Vienna) examines Austrian family names ending in -schütz, while Regina Falkensteiner (Vienna) presents "The Glacionymic Name Landscape of Austrian Official Cartography" – a highly topical subject given glacier loss due to climate change.
Gerhard Schwentner (Linz) introduces the "Historical Atlas of Innviertel" – a complete Bavarian-Upper Austrian place-name catalog for this historic border region.
Irene Rettig (Lucerne) provides practical insights into interview techniques with informants in place-name and field-name surveys, while Marina Andrazashvili (Tbilisi) presents the "Dictionary of German Toponyms – New Requirements, New Form" from a Georgian perspective.
Afternoon Session: Multilingual Name Landscapes and Cross-Border Perspectives
Jutta Willmann (Vienna) analyzes onomastic characteristics as mirrors of "diffuse ethnicity" in the Tischelwang language island. Kitti Hauber (Budapest) examines Upper German name landscapes in the 18th-century Carpathian Basin.
Florian Jordan and Vinko Wieser (Klagenfurt/Celovec) present the Köttmannsdorf name landscape, while Martina Piko-Rustia (Klagenfurt/Celovec) addresses the politically sensitive topic of standardization of Slovene geographical names in Carinthia and Styria.
Emanuel Klotz (Heidelberg) examines "Lopata – The Shovel as Terrain Metaphor in Slavic Place Names," and Karl Hohensinner (Linz) closes the conference with "Stifter – Štifter – Lhotský. Common Family Name Semantics in Upper Austria, Bohemia, and Bavaria" – a cross-border look at shared naming traditions.
Multiple presentations focus on regional and supra-regional place-name dictionaries covering:
These projects form the backbone of Germanic toponym research and enable comparative and supra-regional studies.
The topic of multilingual name landscapes is particularly well represented:
These presentations demonstrate the historical and contemporary multilingualism of the research area.
Family name research is strongly represented:
Methodological questions are also addressed:
Some presentations set distinctive accents:
ABÖN unites researchers from Bavaria, Austria, Switzerland, Germany, and beyond (Georgia, Hungary). The joint investigation of the Bavarian-Austrian area and its neighbors enables:
✓ Comparative studies across political borders
✓ Recognition of supra-regional name structures
✓ Common methodological standards
✓ Exchange about different institutional frameworks
Several projects document disappearing or threatened naming traditions:
This work has not only scholarly but also cultural-political and preservational value.
The conference connects:
This integration demonstrates the relevance of onomastic research.
Venue:
Adalbert Stifter Institute of the State of Upper Austria
Stifterstraße 2
4020 Linz, Austria
Dates:
Thursday, April 23, 2026 (9:00 AM – 8:00 PM+)
Friday, April 24, 2026 (9:00 AM – 5:00 PM)
Catering:
Lunch on-site (both days)
Coffee breaks morning and afternoon
Dinner on Thursday evening (from 8:00 PM)
Special Program Elements:
This conference is the central meeting for Bavarian-Austrian name research – a must for everyone working in this field.
Excellent opportunity to learn about current research projects and make contacts.
Many presentations touch on dialectological questions (dialect forms, field research).
Place names are historical sources of the first rank – the conference shows how they are accessed.
Presentations on minority names and name standardization are highly relevant for language policy debates.
Names tell stories – of Roman cities, medieval settlements, animal husbandry, migration, multilingualism.
The 12th ABÖN conference documents the vibrant state of Bavarian-Austrian name research. The diversity of topics – from Roman toponymy through medieval family names to contemporary standardization questions – shows that onomastics is a cross-cutting discipline connecting linguistics, history, geography, sociology, and cultural studies.
The cross-border perspective is not only meant geographically: it also concerns the boundaries between disciplines, between past and present, between basic research and social relevance.
We look forward to two intensive days of scholarly exchange in beautiful Linz!
Status: February 26, 2026
For further information about registration and participation, please contact:
Adalbert Stifter Institute
Stifterstraße 2
4020 Linz, Austria
March 5, 2026 | NMBU, Norway
When you drive through Ørland municipality in Norway, you might encounter the same place referenced three different ways on road signs: Dypfest, Djupfest, and Dybfest. All three refer to the same location, yet each spelling tells a different story about language policy, standardization, and power. This seemingly simple issue of how we write place names sits at the heart of Ingvil Nordland's doctoral research, which she will defend on March 5, 2026 at the Norwegian University of Life Sciences (NMBU).
Nordland's dissertation, titled "Navn, normering og nasjon: skriftnormering av stedsnavn som styringsteknologi" (English: Names, norms and nation: toponymic standardization as a political technology of government), breaks new ground by examining place-name standardization not merely as a technical linguistic matter, but as a political technology of governance.
The work emerges from an unusual and innovative academic position: Nordland is affiliated with both LANDSAM (the Center for Land and Landscape Research) and Språkrådet (the Norwegian Language Council), positioning her research at the critical intersection of landscape studies, planning, and language policy.
Place names are far more than labels on maps. They are:
When governments standardize how place names are written, they make consequential decisions about:
✓ Which dialectal variant becomes "official"
✓ Whose pronunciation is honored or erased
✓ How historical linguistic diversity is preserved or flattened
✓ Who has authority over naming landscapes
Nordland's research interrogates these processes, revealing how something as seemingly mundane as spelling rules becomes a technology of governance - a mechanism through which the state shapes space, identity, and belonging.
The photograph accompanying the thesis announcement is emblematic: three road signs in Ørland municipality displaying Dypfest, Djupfest, and Dybfest - three spellings, one place. To the uninitiated, this might seem like bureaucratic confusion. To Nordland's analytical lens, it represents:
This is not merely a Norwegian phenomenon. Globally, toponymic standardization has been weaponized in colonial contexts, used to erase indigenous names, and mobilized in nation-building projects. Nordland's work provides theoretical and empirical tools to understand these dynamics.
Before defending her dissertation, Nordland will deliver a trial lecture (prøveforelesning) on a topic set by the evaluation committee:
"Navnsetting etter kommunereformen i 2017 - problemrepresentasjoner og romlige effekter"
(Naming after the 2017 municipal reform - problem representations and spatial effects)
Norway's 2017 municipal reform merged many municipalities, creating fresh tensions around place names:
This trial lecture will demonstrate Nordland's ability to apply her theoretical framework to contemporary policy issues, showcasing the immediate relevance of toponymic research to planning practice.
The evaluation committee reflects the dissertation's interdisciplinary scope:
Professor Stian Hårstad (NTNU, Norway) - Geographer specializing in political geography and regional development
Førsteamanuensis Alexandra Petrulevich (Uppsala University, Sweden) - Expert in sociolinguistics and language policy
Førsteamanuensis Marius Fiskevold (NMBU, Institute of Landscape Architecture) - Landscape scholar bridging spatial and cultural analysis
This combination ensures the thesis is evaluated from geographic, linguistic, and landscape planning perspectives - precisely the integration Nordland's work demands.
Nordland's work was guided by an exceptional interdisciplinary team:
Primary Supervisors:
Professor Synne Movik (NMBU, Department of Urban and Regional Planning) - Political ecologist examining environmental governance, particularly water politics and the politics of expertise
Professor Anne Katrine Geelmuyden (NMBU, Department of Landscape Architecture) - Landscape theorist and practitioner
Dr. Knut E. Karlsen (Språkrådet, Norwegian Language Council) - Language policy expert and practitioner
Former Supervisors:
Professor Emeritus Tim Richardson (NMBU, Department of Urban and Regional Planning) - Planning theorist known for work on discourse and governance
Dr. Berit Sandnes (Kartverket, Norwegian Mapping Authority) - Toponymic expert with deep knowledge of Norwegian place-name history and standardization practice
This team represents the full breadth of expertise required: spatial planning, language policy, landscape theory, and toponymic practice. The inclusion of practitioners from Språkrådet and Kartverket ensures the research is grounded in real-world standardization processes.
By framing toponymic standardization as a "political technology of government," Nordland likely draws on Foucauldian theories of governmentality - how states shape populations and territories through subtle techniques of normalization rather than overt force.
Place-name standardization operates as such a technology because it:
This framing moves toponymy from a technical subdiscipline of linguistics into the domain of critical spatial theory and political geography.
12:30 — Welcome and Trial Lecture
~13:20 — Break
~13:40 — Presentation of research and defense begins
~16:00 — Defense concludes
~16:45 — Reception at Gamle styrerommet (Old Board Room) in Cirkus
Sørhellinga, Room SU 105
Norwegian University of Life Sciences (NMBU)
Ås, Norway
Kristine Lien Skog, Head of Department, Department of Urban and Regional Planning, NMBU
Even if you're not a toponymist, planner, or Norwegian speaker, Nordland's defense matters because it exemplifies how interdisciplinary research can illuminate the hidden politics of everyday practices.
Every time you:
...you are participating in the politics Nordland analyzes.
Her research provides conceptual tools to understand:
✓ How language becomes infrastructure
✓ How states govern through normalization
✓ How local knowledge is validated or erased
✓ How naming is never neutral
Dissertation Number: 2026:6
ISSN: 1894-6402
ISBN: 978-82-575-2322-0
The dissertation will be publicly available through NMBU's digital repository following the defense.
Nordland's defense arrives at a moment of heightened attention to place names globally:
Her analytical framework offers tools for navigating these contested terrains.
This tests Nordland's ability to apply her expertise to a new topic set by the committee. Expect:
The committee will interrogate:
Expect robust debate on:
Completing a PhD is a monumental achievement. Doing so while affiliated with both a research center and a national language council — integrating theory and practice — is especially impressive.
Whether the defense results in the title Dr. Ingvil Nordland (we're confident it will!), this research has already made important contributions by:
🌟 Positioning toponymy as a critical site for understanding governance
🌟 Bridging spatial planning and language policy
🌟 Providing conceptual tools for analyzing standardization politics
🌟 Grounding abstract theory in concrete Norwegian cases
🌟 Opening new research directions at the intersection of onomastics, geography, and planning
The international onomastic and planning communities eagerly await the published dissertation.
The defense is open to the public. Join us on March 5, 2026, to witness the culmination of this important research!