Thursday, November 29, 2012

Professor Konrad Kunze

The next hero of Onomastics is my actual supervisor Professor Konrad Kunze. He is a great scholar, dedicated to onomastics, namely digital onomastics. He has been a founder of German Surname Atlas project to the end of 90s. Now he is Emeritus at the University of Freiburg, but you can see him every day in his office where he does continue to work with volumes representing the geography of surnames within Germany. He is very kind and helpful!!!

from hier (in German): http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Kunze

Professor Konrad Kunze



Konrad Kunze (17. Mai 1939 in Titisee-Neustadt) ist ein deutscher Literatur- und Sprachwissenschaftler. Er lehrte bis zu seiner Pensionierung 2004 an der Universität Freiburg.


Laufbahn 

Nach dem Abitur, das er 1958 auf dem Fürstenberg-Gymnasium Donaueschingen ablegte, studierte Kunze an den Universitäten Freiburg, Innsbruck und Würzburg Latein, Germanistik und katholische Theologie. In Freiburg promovierte er 1966 mit einer Dissertation zum Thema: „Texte und Studien zur Legende der heiligen Maria Aegyptiaca im deutschen Sprachgebiet“. Er habilitierte sich 1984 an der Universität Würzburg mit einer Arbeit über das „Sondergut der elsässischen Legenda Aurea“.

Seit 1970 war er Akademischer Oberrat am Deutschen Seminar der Universität Freiburg, seit 1992 außerplanmäßiger Professor. 1983 bis 1993 leitete er das Projekt „Deutsche Hagiographie“ bei der Würzburger Forschergruppe „Prosa des deutschen Mittelalters“. Seine Hauptforschungsgebiete sind deutsche und lateinische Literatur des Mittelalters, Legenden- und Heiligenforschung, Ikonographie, Sprachgeschichte, Dialektologie und Namenforschung.



Kunze war einer der ersten Namenforscher, der die moderne Computertechnik nutzte, indem er elektronische Adressbücher bzw. Telefonverzeichnisse auswertete, um festzustellen, in welchen Gegenden welcher Name besonders häufig vorkommt. Gemeinsam mit Damaris Nübling vom Deutschen Institut der Universität Mainz initiierte und leitet er seit 2005 das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt „Deutscher Familiennamenatlas“.


Öffentliches Wirken

Seit 2003 betreut Kunze eine Rubrik zur Namenkunde im Programm von SWR4 Südbaden, in dem Hörerinnen und Hörer Herkunft und Bedeutung ihres Namens erfragen können. Auch der von ihm herausgegebene dtv-Atlas über die Namenkunde, der immer noch in hoher Auflage erscheint, gilt als Standardwerk für die Namenkunde. Kunze ist darüber hinaus ein viel gefragter Referent zur Namenkunde, der auch außerhalb der Universität regelmäßig Vorträge hält.
Auch auf einem anderen Spezialgebiet, der mittelalterlichen Kulturwissenschaft, wurde Kunze einem breiten Publikum bekannt: sein Buch „Himmel in Stein. Das Freiburger Münster“, mit dem er in die Symbolwelt des Freiburger Münsters einführt, hat eine weite Verbreitung außerhalb der Fachwissenschaft erfahren.


Ehrungen


Landes-Lehrpreis Baden-Württemberg 1994
Festschrift „Studien zur deutschen Sprache und Literatur“ zum 65. Geburtstag, Hamburg 2004


Schriften (Auswahl)

Studien zur Legende der heiligen Maria Aegyptiaca im deutschen Sprachgebiet (= Philologische Studien und Quellen. H. 49, ISSN 0554-0674). Schmidt, Berlin 1969.
als Herausgeber mit Hans Fromm, Kurt Gärtner und Klaus Grubmüller: Konrad von Fussesbrunnen: Die Kindheit Jesu (= Litterae 42). Ausgewählte Abbildungen zur gesamten handschriftlichen Überlieferung. Kümmerle, Göppingen 1977, ISBN 3-87452-331-4.



als Herausgeber: Die Legende der Heiligen Maria Aegyptiaca. Ein Beispiel hagiographischer Überlieferung in 16 unveröffentlichten deutschen, niederländischen und lateinischen Fassungen (= Texte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit. Bd. 28). Schmidt, Berlin 1978, ISBN 3-503-00582-X.
zusammen mit Wolfgang Kleiber und Heinrich Löffler: Historischer südwestdeutscher Sprachatlas. Aufgrund von Urbaren des 13. – 15. Jahrhunderts (= Bibliotheca Germanica 22A–22B). 2 Bände (Bd. 1, Text: Einleitung, Kommentar und Dokumentationen. Bd. 2, Karten: Einführung, Haupttonvokalismus, Nebentonvokalismus, Konsonantismus.) In Weiterführung der im Institut für Geschichtliche Landeskunde Freiburg unter Leitung von Friedrich Maurer geschaffenen Grundlagen. Francke, Bern/ München 1979, ISBN 3-7720-1440-2.
Himmel in Stein. Das Freiburger Münster. Vom Sinn mittelalterlicher Kirchenbauten. Herder, Freiburg (Breisgau) u. a. 1980, ISBN 3-451-18279-3 (13., Auflage der Gesamtausgabe. ebenda 2007, ISBN 978-3-451-29254-5).



als Herausgeber: Das Sondergut (= Die Elsässische „Legenda aurea“. Bd. 2 = Texte und Textgeschichte. Bd. 10). Niemeyer, Tübingen 1983, ISBN 3-484-36010-0.
zusammen mit Hubert Klausmann und Renate Schrambke: Kleiner Dialektatlas. Alemannisch und Schwäbisch in Baden-Württemberg (= Themen der Landeskunde. H. 6). Konkordia-Verlag, Bühl/Baden 1993, ISBN 3-7826-0166-1 (3., durchgesehene und ergänzte Auflage. ebenda 1997).
dtv-Atlas Namenkunde. Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet (= dtv 3234). Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1998, ISBN 3-423-03234-0 (5., durchgesehene und korrigierte Auflage. (= dtv 3266 Reihe „dtv-Atlas“). ebenda 2004, ISBN 3-423-03266-9.
Atlas Namenkunde. Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet (= Digitale Bibliothek 124). Digitale Version. Directmedia-Publishing, Berlin 2005, ISBN 3-89853-524-X.



Mitarbeit an:
Flurnamenbuch Baden-Württemberg, Stuttgart 1993.
Topographische Karte 1:25000, Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, Neuausgabe 1980-97.
Bibliotheca Sanctorum, Università Lateranense, Roma 1961-69.
Lexikon der christlichen Ikonographie, Rom/Freiburg 1970-76.
Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon, Berlin/New York 1978-2005.
Lexikon des Mittelalters, München/Zürich 1980-99.
Enzyklopädie des Märchens, Berlin/New York 1975ff.
Dictionnaire de spiritualité ascétique et mystique, Paris 1932-2002.
Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft, Berlin/New York 1997ff.


Literatur

Freiburger Bibliographisches Taschenbuch der Albert-Ludwigs-Universität. Jg. 8, 1997, ZDB-ID 985603-1, S. 142.
Schriftenverzeichnis bis 2004 in: Václav Bok, Ulla Williams, Werner Williams-Krapp (Hrsg.): Studien zur deutschen Sprache und Literatur. Festschrift für Konrad Kunze zum 65. Geburtstag (= Studien zur Germanistik. Bd. 10). Kovač, Hamburg 2004, ISBN 3-8300-1457-0, S. 418–433.