Sunday, November 20, 2016

Rezension: Drei DUDEN Vornamenlexika

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Rosa und Volker Kohlheim: Duden – Lexikon der Vornamen. 6., völlig neu bearb. Aufl. Mannheim-Zürich: Dudenverlag 2013, 480 S. – ISBN: 978-3-411-04946-2, Preis: EUR 11,99 (DE), EUR 12,40 (A), SFR 19,90 (CH). 
Rosa und Volker Kohlheim: Duden – Lexikon der Vornamen. 7., vollst. überarb. Aufl. Berlin: Dudenverlag 2016, 480 S., 20 farb. Tab. – ISBN: 978-3-411-04947-9, Preis: EUR 12,99 (DE), EUR 13,40 (A), SFR 19,50 (CH). 
Rosa und Volker Kohlheim: Duden – Das große Vornamenlexikon. 5., vollst. überarb. Aufl. Berlin: Dudenverlag 2016, 558 S. – ISBN: 978-3-411-06085-6, Preis: EUR 16,99 (DE), EUR 17,50 (A), SFR 24,50 (CH).
Rezensiert von Volkmar Hellfritzsch, Stollberg
Nach Durchsicht der an dieser Stelle noch nicht besprochenen 6. und der neuesten, der 7. Auflage des Duden-Lexikon der Vornamen sowie der 5. Auflage der Hardcover-Ausgabe vertreten wir bestimmter denn je unsere bereits im Jahre 2004 geäußerte Überzeugung, dass die Publikationen von Rosa und Volker Kohlheim hinsichtlich fachlicher Solidität, populärwissenschaftlicher Darstellung und praktischem Gebrauchswert von keinem der im Angebot befindlichen deutschsprachigen Vornamenbücher übertroffen wird (Anm. 1). Deutlicher noch: Dank ihrer zahlreichen zumeist aktualisierenden Eingriffe und Neuerungen lassen sie die Fülle der namenkundlichen Ratgeberliteratur weit hinter sich und dürfen mit Fug und Recht als die derzeit besten auf dem Markt befindlichen Werke dieses Genres bezeichnet werden. Die hier zu würdigenden Auflagen beweisen eindrucksvoll die kontinuierliche, stets die neuesten Tendenzen und wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigende Arbeit des renommierten Forscherehepaars. Zusammen mit Wilfried Seibickes bereits klassischem „Historischen Deutschen Vornamenbuch“ (Anm. 2) stehen dem Interessenten damit zuverlässig Auskunft gebende Publikationen zur Verfügung.
Wenden wir uns zunächst der 6. Auflage des Lexikons zu, die in besonderem Maße von der Kreativität zeugt, mit der die Kohlheims ihr erfolgreiches Lexikon „pflegen“: Bereits wenn man die Vorbemerkungen (S. 9–30) vergleicht, wird einem deutlich, wie stark die Autoren ihren Text im Interesse neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse verändert bzw. umgestaltet, vertieft und – nicht zuletzt durch aktuelle Beispiele – modernisiert haben. Unter der neuen Überschrift „Mia und Ben: Vornamen und Namenmoden heute“ statt „Maria und Alexander: Namengebung und Namenmoden in unserer Zeit“ werden z. B. Erkenntnisse psychologischer Art (Wirkung von Namen auf andere Menschen, Wohlklang als Hauptmotiv für die Namenwahl, als „schön“ empfundene Namen) vertieft, die „Hitlisten“ der zur Zeit der Entstehung dieser Auflage (2011) beliebtesten Vornamen in Deutschland aktualisiert, gegenwärtige Trends und schichtenspezifische Phänomene herausgearbeitet oder aufschlussreiche Beobachtungen zum Verhältnis von Internationalisierung (nicht Globalisierung) der Vornamen und Beibehaltung eigener Namentraditionen mitgeteilt. Ganz wesentlich erweitert und aktualisiert wurden auch die Ausführungen zur Herkunft unserer Vornamen, insbesondere die Abschnitte über die Vornamen germanischer (altdeutscher) Herkunft mit neuem Text, z. B. zur Variation der Namenglieder, zur Sinnabschwächung der alten Namenwörter, zu den Kurz- und Koseformen sowie den sog. Lallnamen. Emma und Till, deren Entwicklung und Bedeutung exemplarisch für die Namen germanischer Herkunft dargestellt wird, ersetzen Günter und Ulrike der früheren Auflagen. Ebensolches geschieht mit Johannes und Elisabeth sowie Alexander und Julia, die nunmehr durch die hebräisch-aramäischen Namen Miaund Ben bzw. durch Sophia und Felix, griechisch-lateinischer Herkunft, vertreten sind. Zusammen mit den Darlegungen zur Rechtschreibung der Vornamen, zu den rechtlichen Bestimmungen der Namengebung und den Empfehlungen zur Namenwahl, die unverändert geblieben sind, verfügen Namen und Aufklärung suchende Eltern, aber auch der nach einem knappen Überblick Ausschau haltende Fachwissenschaftler mit den gründlich bearbeiteten Vorbemerkungen über eine konzise, zuverlässige und den neuesten Erkenntnissen entsprechende Einführung in die Problematik der Vornamen.
Die Auswahl der 200 neuen Namenformen – darunter zahlreiche geschriebene oder länderspezifische Varianten mit Verweis auf Stichwörter an anderer Stelle– wurden den deutschen Vornamenstatistiken der letzten Jahre (Häufigkeitslisten der Gesellschaft für deutsche Sprache, www.beliebte-vornamen.de), den Statistiken einzelner Länder, den Medien (Barack [Obama], Charlène [Fürstin von Monaco], Vitali [Klitschko] usw.), verschiedenen Internetforen sowie diversen Geburts- und Todesanzeigen, aber auch dem „Historischen Deutschen Vornamenbuch“ von Wilfried Seibicke entnommen. – Neben zahlreichen Namen germanischer bzw. altdeutscher, niederdeutsch(-friesischer) oder niederländischer Herkunft wie AlandAlertArn oder AlrikeArlindLevke, die man als geeignetes Angebot für Eltern verstehen kann, die originelle, gut klingende heimische Vornamen suchen, finden sich auch Namen wie AbboLiekeMeesNoorSyasseThijsWigbrandWilrichWilka usw. Besonders zahlreich vertreten sind unter den Neuaufnahmen türkische bzw. türkisch-persische, türkisch-arabische Namen (MertEnesEmirKeremFurkanAleynaNisaMelekDila usw.), dazu verschiedene neuhebräische Formen: AmirChanaIlanitShlomitShoshanaYael u. a. Die Spannweite des historisch-geographischen Raums, dem die neu hinzugekommenen Rufnamen entnommen sind – wir nennen einzelne Beispiele –, umfasst ganz Europa: Großbritannien (DavinEvieLachlanMaddoxNolan), die nordischen Länder (IvenJarneJonteOnnie) – selten das Baltikum (Leonas) –, die slawischen Länder (AlinaDejanKirill) und die Romania (FranckJosianeNevio) einschließlich der aus dem antiken Griechenland (AmaltheaPhileas) und Rom (Emilian) stammenden Namen. Hinzu kommen Exemplare aus anderen Regionen der Welt, z. B. arabische Namen wie MuhammadNahlaSumia(arabisch), Lien (chinesisch), Yasuko (japanisch), Nia (Suaheli) oder auf Appellativa (hier: Blumennamen) zurückgehende Formen (AkeleiCattleya) usw. – Was die altdeutschen Rufnamen betrifft, so werden, neueren Erkenntnissen folgend, die Bestandteile einer Anzahl zweigliedriger Formen in entsprechenden Sinnzusammenhang gebracht und vorsichtig gedeutet: Dietmar etwa ‘im Volk berühmt’, Friedrich etwa ‘Friedensherrscher’, Günter etwa ‘im Kampf bewährter Krieger’, Volkhild etwa ‘Kämpferin in der Kriegsschar’ etc.
Weitere Aktualisierungen im lexikalischen Teil des Lexikons betreffen die „bekannten Namensträger“, von denen einige gestrichen wurden (vgl. z. B. Elisabeth) und andere hinzugekommen sind (z. B. Simone Thomalla). Korrekturen der Etymologie gegenüber der letzten Auflage finden sich z. B. bei ÄgidFranzFranciscusGisbertGiselaGiselher, auch beim Rufnamen-Stamm *agi-. Auf neuesten Stand gebracht sind selbstverständlich die Tabellen zu den Spitzenreitern der Namengebung in verschiedenen Ländern und die speziellere Informationen vermittelnden und damit auch beratenden sog. Kastenartikel, die ausgewählte Vornamen (AlexanderBastianCharlotteFlorianIdaQuentinVanessaZoë u. a.) eingehender behandeln. Neu aufgenommen wurde eine Liste geläufiger Unisexnamen (S. 409). Das überarbeitete Literaturverzeichnis bietet trotz seines Auswahlcharakters nicht nur dem interessierten Laien, sondern auch dem Namenforscher wichtige weiterführende Titel und lässt kaum Wünsche offen.
Der 5. Auflage des „Duden – Das große Vornamenlexikon“, der Hardcover-Ausgabe, vorausgegangen war das Taschenbuch in 7. Auflage. Die meisten Neuerungen sind daher zunächst in das Taschenbuch aufgenommen worden, finden sich aber im Hardcover mit veränderter Seitenzahl wieder. Deshalb wollen wir zunächst auf das auflagenstärkere Taschenbuch eingehen und anschließend auf die über die Gemeinsamkeiten mit diesem hinausgehenden Ergänzungen des Vornamenlexikons, jener den neuesten Stand des „work in progress“ darstellende Version, hinweisen. Dabei kann es sich nicht darum handeln, die zahlreichen auf Details zielenden, nur bei genauem Textvergleich zu bemerkenden Eingriffe der Autoren aufzulisten, seien diese ergänzender, eliminierender, stilistischer oder anderer Art. Vielmehr soll unser Augenmerk vorwiegend auf die wesentlichen, konzeptionellen Änderungen gerichtet sein.
Dass eine der Hauptaufgaben der Autoren darin bestand, die neuesten Daten zur Vornamenhäufigkeit in Deutschland und anderer Länder einzuarbeiten und die „Hitlisten“, Kästchenartikel und den Textteil entsprechend zu berichtigen, war durch den Bezug auf aktuelle Namen bereits im Vorwort, im Inhaltsverzeichnis sowie in den Vorbemerkungen (S. 9: Emma und Ben: Vornamen und Modenamen heute) einzukalkulieren (S. 5, 7) und führte hinsichtlich der Aussagen zu den zurzeit beliebtesten Vornamen in Deutschland – um dies an einem Beispiel genauer darzutun – zur kompletten Neuformulierung: „EmmaMiaHanna(h)Sophia/SofiaEmiliaAnnaLenaLea(h)Emily/Emilie und Marie lautet die Reihenfolge der beliebtesten Mädchennamen des Jahres 2014. Gegenüber 2012 sind erwartungsgemäß einige Änderungen eingetreten: Emma hat Mia vom ersten Platz, Sophia/Sofia hat Lea(h) vom vierten Platz verdrängt. Anna und Lena halten sich fest auf Platz sechs und sieben. Neu unter den Top Ten sind Emilia und Emily/Emilie auf den Plätzen fünf und neun. Dafür mussten Leoni(e) und Lina die Spitzengruppe verlassen, während Marie, die im Jahr 2011 mit Rang acht bereits den Höhepunkt ihrer Beliebtheit erreicht hatte, den zehnten Platz behält. Insgesamt sind die Bewegungen unter den zehn häufigsten Mädchennamen nicht sehr groß, schließlich sind innerhalb von zwei Jahren nur Emilia und Emily/Emilie, die man auch als Varianten eines Namens betrachten kann, neu in die Gruppe der zehn häufigsten Namen aufgerückt.“ (S. 9f.)
„Die männlichen Spitzenreiter des Jahres 2014 sind BenLuis/LouisPaulLukas/LucasJonasLeonFinn/FynnNoahElias und Luca/LukaErstaunlicherweise sind die Veränderungen in der Häufigkeitsrangfolge der Jungennamen auffälliger als bei den Mädchennamen [Hervorhebung V. H.]: Zwar hat Ben seine Spitzenreiterposition behalten können, doch ist Luca/Luca vom zweiten auf den zehnten Platz zurückgefallen. Dafür konnte Luis/Louis vom achten gleich auf den zweiten Platz springen – derartig auffällige Bewegungen unter den Modenamen gab es früher eher bei den Mädchen. [Hervorhebung V. H.] Paul und Lukas/Lucas können Platz drei und vier behaupten, Jonas und Leon steigen um jeweils einen Rang auf die fünfte und sechste Position auf. Dafür fällt Finn/Fynn um zwei Punkte auf die siebte Stelle zurück. Maximilian und Felix wurden zugunsten von Noah und Elias aus der Spitzengruppe gedrängt; offensichtlich hält der Trend zu biblischen Namen ungebrochen an.“ (S. 10)
Charakteristisch, so heben die Autoren hervor, ist bei den relativ wenigen Mädchen- und Jungennamen germanisch-altdeutscher Herkunft (EmmaFri[e]daIdaCarl/KarlTillBruno usw.) ihre fremdsprachige Gestalt (AmelieLuisaLouisHenry etc.): „Zu Mädchen scheint besser ein südländisch-romanisch wirkender Name zu passen, zu Jungen ein englisch oder skandinavisch wirkender. So werden alte Rollenstereotype bei der Namengebung aufrechterhalten. – Allgemein aber werden heute Namen hebräisch-aramäischen, griechischen oder lateinischen Ursprungs bevorzugt: AnnaClaraEmilia […]; BenEliasJonas [...]“ (S. 11). – Aufschlussreich sind auch die Bemerkungen zum Einfluss der Medien auf die Namengebung am aktuellen Beispiel des Mädchennamens Lena (S. 12).
Grundlegend neu formuliert sind auch Aussagen zur Frage der Globalisierung der Namengebung, etwa zu Lea/LéaSarahBenjamin oder Noah in Deutschland, den Nachbarländern und in Übersee (S. 14). Zugleich galt es, auch dem internationalen Trend zu „nostalgischen“, vor 1900 und früher gegebenen Namen gerecht zu werden und die neuesten Entwicklungen zu verfolgen, etwa zu Emma (in Deutschland, zahlreichen [west- und nord-]europäischen Ländern sowie in den USA und Kanada), Sophie/Sophia/SofiaWilliamHugo u. a. (S. 14f.).
Für höchst bedeutsam halten wir die Überarbeitung des Kapitels zu den rechtlichen Bestimmungen der Namengebung (S. 27ff.) mit der Änderung der Zwischenüberschrift „Was ist als Vorname zulässig und was nicht?“ in die prononcierte Formulierung „Maßgeblich ist das Kindeswohl“. So wird beispielsweise formuliert: „Das deutsche Recht enthält keine verbindlichen Vorschriften über die Wahl von Vornamen. Sie ist nur dadurch beschränkt, dass der gewählte Name die allgemeine Sitte und Ordnung nicht verletzen und dem Kindeswohl nicht widersprechen darf.“ (S. 28) In diesem Sinne ebd. weiter: „[…] die ,Dienstanweisungen für die Standesbeamten und ihre Aufsichtsbehörden‘ […] haben aber keinen Gesetzescharakter und sind teilweise veraltet. So lässt sich der früher gültige Grundsatz, dass nur solche Namen gewählt werden dürfen, die ihrem Wesen nach Vornamen sind, nicht mehr uneingeschränkt aufrecht erhalten. Zwar wird man immer noch Schwierigkeiten bekommen, wenn man sein Kind mit Wörtern des allgemeinen Sprachgebrauchs benennt, sodass man Bezeichnungen für Gegenstände, Eigenschaften, Vorstellungen wie PfeilFederKlugAnmut meiden sollte. Wichtigster Grundsatz bei der Namenwahl ist immer die Berücksichtigung des Kindeswohls, da der Name dem Kind dabei helfen soll, seine Identität zu finden und seine Individualität zu entwickeln.“ (S. 28) Besonders hervorzuheben ist die aus dem Studium aktueller Nummern der Zeitschrift „Das Standesamt“ gewonnene Erkenntnis, dass die obligatorische Sexusmarkierung weggefallen ist: „Der früher gültige Grundsatz, dass der Vorname das Geschlecht des Namensträgers eindeutig erkennen lassen müsse, ist überholt. Viele der heute beliebten Entlehnungen aus fremden Sprachen lassen ohnehin nicht eindeutig erkennen, ob es sich um einen männlichen oder weiblichen Vornamen handelt; manchmal werden sie auch in ihrem Herkunftsland für beide Geschlechter verwendet.“ (S. 29) An anderer Stelle heißt es: „Zwar wird zusammen mit dem Vornamen auch das Geschlecht des Kindes in das Geburtsregister eingetragen, doch daraus folgt nach neuester Rechtsprechung nicht mehr, dass der Vorname das Geschlecht des Kindes eindeutig anzuzeigen habe. Allerdings würde es der künftigen psychischen und sozialen Entwicklung des Kindes nicht förderlich sein, wenn der gewählte Vorname dem Geschlecht nach allgemeinem Sprachempfinden widerspricht.“ (S. 29f.)
In der den allerneuesten Stand darstellenden 5. Auflage des „Großen Vornamenlexikons“ wurden im Vergleich zur 7. Auflage des „Lexikons der Vornamen“ die Statistiken ein weiteres Mal aktualisiert. Dies betrifft sowohl die Angaben in den auf die Jahre 2014, 2015 und 2016 aktualisierten Vorbemerkungen, die dem alphabetischen Namenverzeichnis (S. 47–442) vorangestellt sind (S. 11–36), die Tabellen zu den Spitzenreitern der Namengebung in verschiedenen Ländern (Verzeichnis S. 37 und jeweils im Text) als auch die diversen Kastenartikel zur Vornamengebung (Übersicht S. 38). Ca. 60 „bekannte Namensträger“ wurden gestrichen, z. B. (wir beschränken uns auf A) bei Albrecht: Albrecht von Haller, schweizerischer Arzt, Naturforscher und Dichter (18. Jh.), Alfred: Alfred Biolek, deutscher Fernsehmoderator (20./21. Jh.), Anneliese: Anneliese Rothenberger, deutsche Opernsängerin (20./21. Jh.), Aristoteles: Aristoteles Onassis, griechischer Reeder (20. Jh.) u. a. m. Hinzugefügt wurden Persönlichkeiten wie Andrea Camilleri, italienischer Schriftsteller (20./21. Jh.); Andrea Bocelli, italienischer Tenor (20./21. Jh.) unter Andrea (1), bei Andreas: Andreas Maier, deutscher Schriftsteller (20./21. Jh.), bei Anne: Anne Will, deutsche Fernsehjournalistin (20./21. Jh.); unter Angela wurde Angela Merkel, deutsche Bundeskanzlerin (20/21. Jh.) in Angela Merkel, deutsche Politikerin (20./21. Jh.) geändert usw.
Neue Lemmata sind nur selten eingefügt worden: z. B. AilinEma (1), Ema (1), port. Heitor, finn. IlmariKarleneLoreley, port. LuizaMadina (2), arab. Medina, finn. Olavi, katal. Pep, engl. PoppyProkop. – Dass die verschiedenen Änderungen ihren Niederschlag auch im sog. Apparat gefunden haben versteht sich von selbst.
Man darf Rosa und Volker Kohlheim zu ihren gründlichen, auf souveräner Beherrschung der Materie gegründeten Bearbeitungen ihrer Lexika aufs herzlichste gratulieren und gewiss sein, dass diese Popularität und wissenschaftlichen Anspruch auf ideale Weise vereinenden Werke innerhalb ihres Genres auch künftighin erste Wahl bleiben.
Anmerkungen
(1) Vgl. unsere Besprechung der 4., völlig neu bearbeiteten Auflage, in: Namenkundliche Informationen 85/86 (2004), S. 251–256, 254.
(2) Wilfried Seibicke, Historisches Deutsches Vornamenbuch. 5 Bde. Berlin-New York 1996–2007.
Empfohlene Zitierweise
Volkmar Hellfritzsch: [Rezension zu] Rosa und Volker Kohlheim, DUDEN – Lexikon der Vornamen, 6. und 7. Aufl.; DUDEN – Das große Vornamenlexikon, 5. Aufl., in: Onomastikblog [18.11.2016], URL: http://www.onomastikblog.de/artikel/ni-rezensionen/duden-vornamen/
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Die Titeldaten für die rezensierten Werk finden Sie im DNB-Katalog („Duden – Lexikon der Vornamen. 6. Aufl.“ – „Duden – Lexikon der Vornamen. 7. Aufl.“ – „Duden – Das große Vornamenlexikon. 5. Aufl.“).