Friday, February 27, 2026

12. Tagung des ABÖN „Namen in Bayern und Österreich und bei ihren Nachbarn"

 12. Tagung des Arbeitskreises für bayerisch-österreichische Namenforschung (ABÖN)

"Namen in Bayern und Österreich und bei ihren Nachbarn"

Adalbert-Stifter-Institut Linz, 23.–24. April 2026


KI-generiertes Poster als Illustration 
Deutsche Version

Eine Standortbestimmung der bayerisch-österreichischen Onomastik

Vom 23. bis 24. April 2026 lädt der Arbeitskreis für bayerisch-österreichische Namenforschung (ABÖN) zur seiner 12. Tagung ins renommierte Adalbert-Stifter-Institut in Linz ein. Unter dem Motto „Namen in Bayern und Österreich und bei ihren Nachbarn" versammeln sich führende Onomastiker aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und darüber hinaus, um aktuelle Forschungsprojekte vorzustellen, methodische Fragen zu diskutieren und die Zukunft der Namenforschung zu gestalten.

Die zweitägige Konferenz bietet ein dichtes Programm mit 23 Vorträgen, die das gesamte Spektrum der modernen Onomastik abdecken: von historischen Ortsnamenbüchern über Familiennamenatlanten bis hin zu soziolinguistischen Fragen der Namenstandardisierung in mehrsprachigen Regionen.


Donnerstag, 23. April 2026 – Erster Konferenztag

Vormittag: Institutionen, Öffentlichkeit und europäische Großprojekte

Nach der Begrüßung um 9:00 Uhr startet die Tagung mit einer wichtigen Vorstellung:

09:15–10:00 Uhr
Barbara Aehnlich (Bremen), Elisabeth Gruber-Tokić (Innsbruck), Martina Heer (Bern) und Gerhard Rampl (Innsbruck) präsentieren die Gesellschaft für Namenforschung e.V. (GfN) – die zentrale wissenschaftliche Organisation für Onomastik im deutschsprachigen Raum. Diese Präsentation gibt einen Überblick über Strukturen, Aktivitäten und Perspektiven der GfN.

10:00–10:30 Uhr
Stefan Hackl (München) widmet sich einem hochaktuellen Thema: „Im Namen der Wissenschaft: Onomastik in Bayern im Spiegel von Öffentlichkeit, Medien und Digitalisierung". Wie erreicht die Namenforschung die breite Öffentlichkeit? Welche Rolle spielen digitale Medien? Hackls Vortrag verspricht einen kritischen Blick auf die Wissenschaftskommunikation in der Onomastik.

10:30–11:00 Uhr
Dietlind Kremer (Leipzig) blickt auf 50 Jahre Namenberatungsstelle der Universität Leipzig zurück (1976–2026). Ihr Vortrag „Die Aufgaben der Namenberatungsstelle der Universität Leipzig als Spiegelbild gesellschaftlicher Veränderungen: Vergangenes und Laufendes" zeigt, wie sich Anfragen, Probleme und Beratungsbedarf im Laufe eines halben Jahrhunderts verändert haben – von der DDR über die Wiedervereinigung bis in die Gegenwart.

Kaffeepause 11:00–11:30 Uhr

11:30–12:00 Uhr
Dieter Kremer (Leipzig, Trier) stellt den Abschluss eines monumentalen Forschungsprojekts vor: das „Dictionnaire historique de l'anthroponymie romane" (PatRom) – ein europäisches Großprojekt zur historischen Personennamenforschung im romanischen Sprachraum. Nach jahrzehntelanger Arbeit wird hier ein Meilenstein der vergleichenden Anthroponymie präsentiert.

12:00–12:30 Uhr
Harald Bichlmeier (Halle, Jena) präsentiert das „Historische Ortsnamenbuch von Thüringen". Diese Projektvorstellung gibt Einblick in Methodik, erste Ergebnisse und die Herausforderungen eines vollständigen historischen Ortsnamenbuchs für ein ganzes Bundesland.

12:30–13:00 Uhr
Inge Bily (Leipzig) berichtet über die Fortsetzung des „Atlasses altsorbischer Ortsnamentypen" – ein wichtiges Projekt zur slawischen Namenforschung im mitteldeutschen Raum, das die historische Mehrsprachigkeit Deutschlands dokumentiert.

Mittagspause 13:00–14:00 Uhr (Essen im Haus)


Nachmittag: Bayerische Toponyme und onymische Transformation

14:00–14:30 Uhr
Albrecht Greule (Mainz) untersucht „Von der Aelia Augusta zu Augsburg und von den Fotenses zu Füssen. Toponymische Transformation in der alemannischen Nachbarschaft". Wie wurden römische Ortsnamen zu deutschen? Greules Vortrag beleuchtet die faszinierenden Transformationsprozesse in der alemannisch-bayerischen Grenzregion.

14:30–15:00 Uhr
Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein (München) widmet sich einem thematischen Schwerpunkt: „Das Rind in bayerischen Ortsnamen". Welche Rolle spielten Rinder in der Namensgebung? Ein Einblick in die Kulturgeschichte durch die Linse der Toponymie.

15:00–15:30 Uhr
Marie Böckeler (Augsburg) stellt das „Historische Ortsnamenbuch von Bayern – Altlandkreis Memmingen" vor. Diese regionalen Ortsnamenbücher sind das Rückgrat der bayerischen Namenforschung und dokumentieren minutiös die Namengeschichte einzelner Landkreise.

Kaffeepause 15:30–16:00 Uhr

16:00–16:30 Uhr
Rüdiger Harnisch (Passau) liefert einen theoretischen Beitrag: „Von Gattungs- zu Eigenname, von Eigen- zu Gattungsname und von Eigenname A zu Eigenname B. Zur Systematisierung und Terminologisierung direkter onymischer Umwandlungsprozesse". Harnischs Vortrag verspricht begriffliche Klärung eines zentralen onomastischen Phänomens – wie Namen ihre Kategorie wechseln.

16:30–17:00 Uhr
Wolfgang Janka (Regensburg) und Andrea Weber (Freyung) präsentieren „Historische Ortsnamen von Bayern: Regierungsbezirk Unterfranken" – ein weiteres wichtiges Teilprojekt des bayerischen Ortsnamenbuchs.

17:00–17:30 Uhr
Armin Höfer (Augsburg) behandelt ein praktisches Problem: „Ausgewählte Mundartformen von Ortsnamen und ihre Verschriftung: Beobachtungen und Erkenntnisse beim Projekt ‚Mundartformen' der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der BAdW sowie im Rahmen der Arbeit am HONB". Wie schreibt man dialektale Ortsnamen? Höfer teilt seine Erfahrungen aus jahrelanger Arbeit.

Abendpause 17:30–18:30 Uhr


Abend: Buchpräsentation

19:00–20:00 Uhr
Karl Hohensinner (Linz) präsentiert sein neues Werk: „Aichinger – Haslinger – Zeilinger. Atlas der Familiennamen auf -inger in Oberösterreich". Diese Buchvorstellung verspricht Einblicke in die Familiennamenlandschaft Oberösterreichs und die charakteristische -inger-Bildung.

Ab 20:00 Uhr: Gemütliches Abendessen – Gelegenheit zum informellen Austausch und Networking.


Freitag, 24. April 2026 – Zweiter Konferenztag

Vormittag: Von Politik über Familiennamen bis zur Gletscheronymie

09:00–09:30 Uhr
Peter Ernst (Wien) eröffnet mit einem provokanten Thema: „Namen als Beleidigungswörter in der Politik". Wie werden Personennamen zur politischen Waffe? Ein soziolinguistischer Blick auf die pragmatische Funktion von Namen in der politischen Kommunikation.

09:30–10:00 Uhr
Florian Steindl (Wien) untersucht „Österreichische Familiennamen auf -schütz" – eine spezifische Namengruppe mit interessanter historischer und sozialer Semantik.

10:00–10:30 Uhr
Regina Falkensteiner (Wien) präsentiert „Die glazionyme Namenlandschaft der österreichischen amtlichen Kartographie". Gletschernamen als eigene onymische Kategorie – ein hochaktuelles Thema angesichts des Gletscherschwunds durch den Klimawandel.

Kaffeepause 10:30–11:00 Uhr

11:00–11:30 Uhr
Gerhard Schwentner (Linz) stellt „Der Historische Atlas des Innviertels – ein vollständiger bayerisch-oberösterreichischer Ortsnamenkatalog" vor. Das Innviertel als historisches Grenzgebiet zwischen Bayern und Österreich bietet besonders reiche onomastische Forschungsmöglichkeiten.

11:30–12:00 Uhr
Irene Rettig (Luzern) gibt praktische Einblicke: „Gesprächsführung mit Gewährspersonen: Ein Einblick in die Praxis der Orts- und Flurnamenerhebungen des Luzerner Namenbuches". Wie führt man Interviews mit Dialektsprechern? Welche methodischen Herausforderungen gibt es? Ein wichtiger Beitrag zur Feldforschungsmethodik.

12:00–12:30 Uhr
Marina Andrazashvili (Tbilissi/Tiflis) präsentiert das „Wörterbuch der Toponyme Deutschlands – neue Anforderungen, neue Gestalt". Ein Blick auf die Weiterentwicklung dieses Standardwerks der deutschen Toponymie aus georgischer Perspektive.

Mittagspause 12:30–13:30 Uhr (Essen im Haus)


Nachmittag: Mehrsprachige Namenlandschaften und grenzüberschreitende Perspektiven

13:30–14:00 Uhr
Jutta Willmann (Wien) analysiert „Onomastische Charakteristika als Spiegel der ‚diffusen Ethnizität', dargestellt an der Sprachinsel Tischelwang". Wie spiegeln sich komplexe ethnische Identitäten in Namenlandschaften wider?

14:00–14:30 Uhr
Kitti Hauber (Budapest) untersucht „Oberdeutsche Namenlandschaften im 18. Jahrhundert im Karpatenbecken" – ein Beitrag zur Geschichte deutscher Siedlungen in Ungarn aus onomastischer Perspektive.

14:30–15:00 Uhr
Florian Jordan und Vinko Wieser (Klagenfurt/Celovec) präsentieren die „Köttmannsdorfer Namenslandschaft am Beispiel von fünf Dörfern" – eine mikroregionale Studie aus dem zweisprachigen Kärnten.

Kaffeepause 15:00–15:30 Uhr

15:30–16:00 Uhr
Martina Piko-Rustia (Klagenfurt/Celovec) behandelt ein politisch brisantes Thema: „Standardisierung von slowenischen geographischen Namen in Kärnten und der Steiermark". Wie werden mehrsprachige Ortsnamen amtlich geregelt? Ein Einblick in die Sprachpolitik der Namengebung.

16:00–16:30 Uhr
Emanuel Klotz (Heidelberg) untersucht „Lopata – Die Schaufel als Geländemetapher in slawischen Ortsnamen". Wie werden Geländeformen metaphorisch in slawischen Ortsnamen ausgedrückt? Ein vergleichender Blick auf slawische Toponymie.

16:30–17:00 Uhr
Karl Hohensinner (Linz) schließt die Tagung mit „Stifter – Štifter – Lhotský. Gemeinsame Familiennamensemantik in Oberösterreich, Böhmen und Bayern" – ein grenzüberschreitender Blick auf gemeinsame Namentraditionen im bayerisch-böhmisch-österreichischen Raum.

17:00 Uhr: Verabschiedung


Thematische Schwerpunkte der Tagung

1. Historische Ortsnamenbücher als Forschungsinfrastruktur

Gleich mehrere Vorträge widmen sich regionalen und überregionalen Ortsnamenbüchern:

  • Thüringen (Bichlmeier)
  • Bayern/Memmingen (Böckeler)
  • Bayern/Unterfranken (Janka & Weber)
  • Innviertel (Schwentner)
  • Deutschland gesamt (Andrazashvili)

Diese Projekte bilden das Rückgrat der germanischen Toponyme-Forschung und ermöglichen erst vergleichende und überregionale Studien.

2. Familiennamen: Atlanten, Semantik und Grenzüberschreitungen

Die Familiennamenforschung ist stark vertreten:

  • PatRom-Projekt (D. Kremer) – romanische Anthroponymie
  • -inger-Namen in Oberösterreich (Hohensinner, Buchpräsentation)
  • -schütz-Namen in Österreich (Steindl)
  • Grenzüberschreitende Semantik (Hohensinner, Schlussvortrag)
  • Deutsche Namen im Karpatenbecken (Hauber)

3. Mehrsprachigkeit und Minderheitennamen

Besonders stark ist das Thema mehrsprachige Namenlandschaften:

  • Altsorbische Ortsnamen (Bily)
  • Slowenische Namen in Kärnten/Steiermark (Piko-Rustia)
  • Köttmannsdorf (Jordan & Wieser)
  • Sprachinsel Tischelwang (Willmann)
  • Slawische Toponyme (Klotz)

Diese Vorträge zeigen die historische und gegenwärtige Mehrsprachigkeit des Untersuchungsraums.

4. Methodische und theoretische Reflexionen

Auch methodische Fragen werden diskutiert:

  • Onymische Transformation (Harnisch) – theoretische Systematisierung
  • Feldforschungsmethodik (Rettig) – Gesprächsführung mit Gewährspersonen
  • Mundartschreibung (Höfer) – Verschriftungsprobleme
  • Öffentlichkeit und Digitalisierung (Hackl)

5. Institutionelle Infrastruktur

Die Tagung reflektiert auch die institutionelle Basis der Namenforschung:

  • Gesellschaft für Namenforschung (Aehnlich et al.)
  • Namenberatungsstelle Leipzig (D. Kremer) – 50 Jahre Praxis

6. Besondere thematische Akzente

Einige Vorträge setzen besondere Akzente:

  • Glazionyme (Falkensteiner) – Gletschernamen als eigene Kategorie
  • Rind in Ortsnamen (v. Reitzenstein) – Tiernamen in der Toponymie
  • Namen als Beleidigungswörter (Ernst) – politische Pragmatik
  • Römische Transformation (Greule) – Kontinuität von der Antike

Warum diese Tagung wichtig ist

Grenzüberschreitende Perspektive

Der ABÖN vereint Forscherinnen und Forscher aus Bayern, Österreich, der Schweiz, Deutschland und darüber hinaus (Georgien, Ungarn). Die gemeinsame Untersuchung des bayerisch-österreichischen Raums und seiner Nachbarn ermöglicht:

✓ Vergleichende Studien über politische Grenzen hinweg
✓ Erkennung überregionaler Namenstrukturen
✓ Gemeinsame methodische Standards
✓ Austausch über unterschiedliche institutionelle Rahmenbedingungen

Dokumentation bedrohter Namenlandschaften

Mehrere Projekte dokumentieren verschwindende oder bedrohte Namentraditionen:

  • Dialektale Ortsnamenformen (Höfer)
  • Minderheitennamen (Piko-Rustia, Willmann, Jordan & Wieser)
  • Gletschernamen angesichts des Klimawandels (Falkensteiner)

Diese Arbeit hat nicht nur wissenschaftlichen, sondern auch kulturpolitischen und bewahrenden Wert.

Brücke zwischen Grundlagenforschung und Anwendung

Die Tagung verbindet:

  • Theoretische Reflexion (Harnisch, Ernst)
  • Historische Quellenforschung (alle Ortsnamenbuch-Projekte)
  • Praktische Anwendung (Namenberatung, Namenstandardisierung)
  • Öffentlichkeitswirkung (Hackl)

Diese Integration macht die Relevanz onomastischer Forschung deutlich.


Praktische Informationen

Veranstaltungsort:
Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich
Stifterstraße 2
4020 Linz, Österreich

Datum:
Donnerstag, 23. April 2026 (9:00–20:00 Uhr+)
Freitag, 24. April 2026 (9:00–17:00 Uhr)

Verpflegung:
Mittagessen im Haus (beide Tage)
Kaffeepausen am Vor- und Nachmittag
Abendessen am Donnerstag (ab 20:00 Uhr)

Besondere Programmpunkte:

  • Buchpräsentation am Donnerstagabend (19:00 Uhr)
  • Gemütliches Beisammensein am Donnerstagabend

Kontakt und weitere Informationen:
Adalbert-Stifter-Institut Linz


Für wen ist diese Tagung interessant?

Onomastikerinnen und Onomastiker

Die Tagung ist das zentrale Treffen für bayerisch-österreichische Namenforschung – ein Muss für alle, die in diesem Bereich arbeiten.

Studierende der Germanistik, Geschichte, Geographie

Hervorragende Gelegenheit, aktuelle Forschungsprojekte kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.

Dialektforscherinnen und Dialektforscher

Viele Vorträge berühren dialektologische Fragen (Mundartformen, Feldforschung).

Historikerinnen und Historiker

Ortsnamen sind historische Quellen ersten Ranges – die Tagung zeigt, wie sie erschlossen werden.

Sprachpolitisch Interessierte

Die Vorträge zu Minderheitennamen und Namenstandardisierung sind hochrelevant für sprachpolitische Debatten.

Allgemein kulturhistorisch Interessierte

Namen erzählen Geschichten – von römischen Städten, mittelalterlichen Siedlungen, Tierhaltung, Migration, Mehrsprachigkeit.


Ausblick

Die 12. ABÖN-Tagung dokumentiert den lebendigen Zustand der bayerisch-österreichischen Namenforschung. Die Vielfalt der Themen – von römischer Toponymie über mittelalterliche Familiennamen bis zu gegenwärtigen Standardisierungsfragen – zeigt, dass Onomastik eine Querschnittsdisziplin ist, die Linguistik, Geschichte, Geographie, Soziologie und Kulturwissenschaft verbindet.

Die grenzüberschreitende Perspektive ist dabei nicht nur geographisch gemeint: Es geht auch um die Grenzen zwischen Disziplinen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Grundlagenforschung und gesellschaftlicher Relevanz.

Wir freuen uns auf zwei intensive Tage wissenschaftlichen Austauschs im wunderschönen Linz!


Stand: 26. Februar 2026




12th Conference of the Working Group for Bavarian-Austrian Name Research (ABÖN)

"Names in Bavaria and Austria and Their Neighbors"

Adalbert Stifter Institute Linz, April 23–24, 2026


English Version

A State-of-the-Art Assessment of Bavarian-Austrian Onomastics

From April 23 to 24, 2026, the Working Group for Bavarian-Austrian Name Research (ABÖN) invites scholars to its 12th conference at the renowned Adalbert Stifter Institute in Linz, Austria. Under the theme "Names in Bavaria and Austria and Their Neighbors," leading onomasticians from throughout the German-speaking world and beyond will gather to present current research projects, discuss methodological questions, and shape the future of name research.

The two-day conference offers a packed program with 23 presentations covering the full spectrum of modern onomastics: from historical place-name dictionaries and surname atlases to sociolinguistic questions of name standardization in multilingual regions.


Conference Overview

Thursday, April 23, 2026

Morning Session: Institutions, Public Engagement, and European Major Projects

The conference opens with an important institutional presentation by Barbara Aehnlich (Bremen), Elisabeth Gruber-Tokić (Innsbruck), Martina Heer (Bern), and Gerhard Rampl (Innsbruck) introducing the Society for Name Research (GfN) – the central scholarly organization for onomastics in German-speaking countries.

Stefan Hackl (Munich) addresses a highly topical issue: "In the Name of Science: Onomastics in Bavaria Through the Lens of Public Sphere, Media, and Digitalization." How does name research reach the general public? What role do digital media play?

Dietlind Kremer (Leipzig) looks back on 50 years of the Name Consultation Office at Leipzig University (1976–2026), showing how inquiries, problems, and consultation needs have changed over half a century – from the GDR through reunification to the present.

Dieter Kremer (Leipzig, Trier) presents the completion of a monumental research project: the "Dictionnaire historique de l'anthroponymie romane" (PatRom) – a European major project on historical personal name research in the Romance language area.

Harald Bichlmeier (Halle, Jena) introduces the "Historical Place-Name Dictionary of Thuringia," while Inge Bily (Leipzig) reports on the continuation of the "Atlas of Old Sorbian Place-Name Types" – an important project documenting Germany's historical multilingualism.

Afternoon Session: Bavarian Toponyms and Onymic Transformation

Albrecht Greule (Mainz) examines toponymic transformation processes from Roman to German names in the Alemannic-Bavarian border region. Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein (Munich) explores cattle in Bavarian place names – a glimpse into cultural history through the lens of toponymy.

Marie Böckeler (Augsburg) presents work on the Historical Place-Name Dictionary of Bavaria – Memmingen District, while Rüdiger Harnisch (Passau) offers a theoretical contribution on the systematization of onymic transformation processes.

Wolfgang Janka (Regensburg) and Andrea Weber (Freyung) present historical place names of Lower Franconia, and Armin Höfer (Augsburg) discusses the practical problem of transcribing dialectal place names.

Evening: Book Launch

Karl Hohensinner (Linz) presents his new work: "Aichinger – Haslinger – Zeilinger. Atlas of Family Names Ending in -inger in Upper Austria," followed by a convivial dinner.


Friday, April 24, 2026

Morning Session: From Politics to Glacier Names

Peter Ernst (Vienna) opens with a provocative topic: "Names as Insult Words in Politics" – a sociolinguistic look at the pragmatic function of names in political communication.

Florian Steindl (Vienna) examines Austrian family names ending in -schütz, while Regina Falkensteiner (Vienna) presents "The Glacionymic Name Landscape of Austrian Official Cartography" – a highly topical subject given glacier loss due to climate change.

Gerhard Schwentner (Linz) introduces the "Historical Atlas of Innviertel" – a complete Bavarian-Upper Austrian place-name catalog for this historic border region.

Irene Rettig (Lucerne) provides practical insights into interview techniques with informants in place-name and field-name surveys, while Marina Andrazashvili (Tbilisi) presents the "Dictionary of German Toponyms – New Requirements, New Form" from a Georgian perspective.

Afternoon Session: Multilingual Name Landscapes and Cross-Border Perspectives

Jutta Willmann (Vienna) analyzes onomastic characteristics as mirrors of "diffuse ethnicity" in the Tischelwang language island. Kitti Hauber (Budapest) examines Upper German name landscapes in the 18th-century Carpathian Basin.

Florian Jordan and Vinko Wieser (Klagenfurt/Celovec) present the Köttmannsdorf name landscape, while Martina Piko-Rustia (Klagenfurt/Celovec) addresses the politically sensitive topic of standardization of Slovene geographical names in Carinthia and Styria.

Emanuel Klotz (Heidelberg) examines "Lopata – The Shovel as Terrain Metaphor in Slavic Place Names," and Karl Hohensinner (Linz) closes the conference with "Stifter – Štifter – Lhotský. Common Family Name Semantics in Upper Austria, Bohemia, and Bavaria" – a cross-border look at shared naming traditions.


Key Thematic Areas

1. Historical Place-Name Dictionaries as Research Infrastructure

Multiple presentations focus on regional and supra-regional place-name dictionaries covering:

  • Thuringia (Bichlmeier)
  • Bavaria/Memmingen (Böckeler)
  • Bavaria/Lower Franconia (Janka & Weber)
  • Innviertel (Schwentner)
  • Germany overall (Andrazashvili)

These projects form the backbone of Germanic toponym research and enable comparative and supra-regional studies.

2. Multilingualism and Minority Names

The topic of multilingual name landscapes is particularly well represented:

  • Old Sorbian place names (Bily)
  • Slovene names in Carinthia/Styria (Piko-Rustia)
  • Köttmannsdorf (Jordan & Wieser)
  • Tischelwang language island (Willmann)
  • Slavic toponyms (Klotz)

These presentations demonstrate the historical and contemporary multilingualism of the research area.

3. Family Names: Atlases, Semantics, and Cross-Border Studies

Family name research is strongly represented:

  • PatRom Project (D. Kremer) – Romance anthroponymy
  • -inger names in Upper Austria (Hohensinner)
  • -schütz names in Austria (Steindl)
  • Cross-border semantics (Hohensinner)
  • German names in the Carpathian Basin (Hauber)

4. Methodological and Theoretical Reflections

Methodological questions are also addressed:

  • Onymic transformation (Harnisch) – theoretical systematization
  • Field research methodology (Rettig) – interviewing informants
  • Dialect transcription (Höfer) – writing problems
  • Public engagement and digitalization (Hackl)

5. Special Thematic Accents

Some presentations set distinctive accents:

  • Glacier names (Falkensteiner) – glacionyms as their own category
  • Cattle in place names (v. Reitzenstein)
  • Names as insult words (Ernst) – political pragmatics
  • Roman transformation (Greule) – continuity from antiquity

Why This Conference Matters

Cross-Border Perspective

ABÖN unites researchers from Bavaria, Austria, Switzerland, Germany, and beyond (Georgia, Hungary). The joint investigation of the Bavarian-Austrian area and its neighbors enables:

✓ Comparative studies across political borders
✓ Recognition of supra-regional name structures
✓ Common methodological standards
✓ Exchange about different institutional frameworks

Documentation of Endangered Name Landscapes

Several projects document disappearing or threatened naming traditions:

  • Dialectal place-name forms (Höfer)
  • Minority names (Piko-Rustia, Willmann, Jordan & Wieser)
  • Glacier names in face of climate change (Falkensteiner)

This work has not only scholarly but also cultural-political and preservational value.

Bridge Between Basic Research and Application

The conference connects:

  • Theoretical reflection (Harnisch, Ernst)
  • Historical source research (all place-name dictionary projects)
  • Practical application (name consultation, name standardization)
  • Public impact (Hackl)

This integration demonstrates the relevance of onomastic research.


Practical Information

Venue:
Adalbert Stifter Institute of the State of Upper Austria
Stifterstraße 2
4020 Linz, Austria

Dates:
Thursday, April 23, 2026 (9:00 AM – 8:00 PM+)
Friday, April 24, 2026 (9:00 AM – 5:00 PM)

Catering:
Lunch on-site (both days)
Coffee breaks morning and afternoon
Dinner on Thursday evening (from 8:00 PM)

Special Program Elements:

  • Book launch Thursday evening (7:00 PM)
  • Convivial gathering Thursday evening

Who Should Attend?

Onomasticians

This conference is the central meeting for Bavarian-Austrian name research – a must for everyone working in this field.

Students of German Studies, History, Geography

Excellent opportunity to learn about current research projects and make contacts.

Dialectologists

Many presentations touch on dialectological questions (dialect forms, field research).

Historians

Place names are historical sources of the first rank – the conference shows how they are accessed.

Those Interested in Language Policy

Presentations on minority names and name standardization are highly relevant for language policy debates.

Generally Culturally and Historically Interested

Names tell stories – of Roman cities, medieval settlements, animal husbandry, migration, multilingualism.


Conclusion

The 12th ABÖN conference documents the vibrant state of Bavarian-Austrian name research. The diversity of topics – from Roman toponymy through medieval family names to contemporary standardization questions – shows that onomastics is a cross-cutting discipline connecting linguistics, history, geography, sociology, and cultural studies.

The cross-border perspective is not only meant geographically: it also concerns the boundaries between disciplines, between past and present, between basic research and social relevance.

We look forward to two intensive days of scholarly exchange in beautiful Linz!


Status: February 26, 2026


Contact

For further information about registration and participation, please contact:

Adalbert Stifter Institute
Stifterstraße 2
4020 Linz, Austria

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